Bericht Jubiläumsausflug 2013


110 Jahre Elektra Reigoldswil Genossenschaft

Im Jahr 1900 beschloss die Gemeindever­sammlung die Ein­führung der elektrischen Dorfbeleuch­tung. Die Realisierung musste aber verschoben werden, bis ein grösserer Kraft­verbrauch gesichert war.

Dem Geschäftsbericht des ersten Geschäftsjahres 1903 ist zu entnehmen, dass es für Reigoldswil ein ernstes Jahr war, das den Betrieb der Industrie wesentlich anders gestaltet sollte. Ein Jahr an­gestrengter Arbeit, das den leitenden Organen manch ruhelosen Tag bereitete und die Schwierig­keiten und Verantwortung der übertragenen Aufgaben klar vor Augen führte.

Einige Zeit wurde die Frage betreffend Zuleitungen und Verteilung elektrischer Energie diskutiert. Der Gedanke konnte aber erst Gestalt annehmen, nachdem der elektrische Kraftbetrieb der Schlagstühle (die unserem Gebiet gebräuchlichsten Webstühle) erfunden war.

Die Gebrüder Sarasin in Basel arbeiteten an einem Projekt, die Schlagstühle mit elektrischer Kraft betreiben zu können. Als das Werk gelungen war, luden sie einige Arbeiter aus hiesiger Ortschaft ein, den Probestuhl in der Fabrik zu St. Ludwig zu besichtigen und drangen die Arbeiter, auch in Reigoldswil den elektrischen Betrieb der Stühle einzuführen. Vermehrte und gediegenere Arbeits­leistung bei bedeutend verminderten Anforderungen an die körperlichen Kräfte und eine Gleich­stellung zum Fabrikarbeiter wurden in Aussicht gestellt. Von den Herren Gebr. Sarasin wurde die bald nach der Inbetriebsetzung der Anlagen erfolgte beträchtliche Lohnreduktion gänzlich ver­schwiegen. Auch verschiedene andere Erwartungen und Hoffnungen sind von dieser Firma nicht erfüllt worden, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Am 1. Juni 1902 fand in Reigoldswil eine Besprechung über die Einführung elektrischer Energie zu Kraft- und Lichtzwecken statt. In einer zweiten Versammlung am 7. Juni wurde ein neungliedriges, provisorisches Komitee eingesetzt, mit der Aufgabe, einerseits mit den Herren Fabrikanten zu un­terhandeln, andererseits aber auch die Frage der Zuleitung elektrischer Energie zu studieren und zugleich die Statuten zu entwerfen. Am 15. Januar 1903 wurde sodann die Genossenschaft unter dem Namen Elektra Reigoldswil mit 105 Mitgliedern gegründet und die Statuten angenommen. Bis zum Jahresende stieg die Anzahl Mitglieder auf 160.

Im ersten Betriebsjahr 1903 wurde ein Umsatz von rund 6‘000 Franken erreicht. Zum Vergleich das Jahr 2013, in welchem ein Umsatz von annähernd 1,3 Millionen erwartet wird. Im Kanton Basel­land bestehen neben der Elektra Reigoldswil zurzeit noch 4 weitere Dorfgenossenschaften nämlich in Augst, Itingen, Maisprach und Sissach. Weitere Informationen über die Elektra Reigoldswil fin­den Sie in der von Hans Feldner verfassten Chronik zum 100-jährigen Jubiläum auf unserer Inter­netseite.

Aus Anlass des 110-jährigen Jubiläums versammeln sich am 1. November 2013 auf dem Dorf­platz in Reigoldswil rund 90 Genossenschafterinnen und Genossenschafter, um das 110 jährige Bestehen der Dorfgenossenschaft zusammen mit dem Verwaltungsrat bei einem Ausflug zu feiern.

Nachdem alle anwesenden Personen auf die 3 Oldtimerpostau­tos aufgeteilt sind, welche von Kurt Tanner und seiner Crew gelenkt werden, kann der Jubiläumsausflug beginnen. Als erstes steht eine Baselbieterrundfahrt auf dem Programm. Die Fahrt führt von Reigoldswil über die neue Strasse nach Titterten, wei­ter nach Bubendorf, von dort über die Sissacherflueh nach Nusshof, via Hersberg nach Arisdorf und von dort bis nach Augst. Eine Gruppe fährt bis zum Wasserkraftwerk Augst, wäh­rend die bei­den anderen Gruppen weiter bis zum Wasserkraftwerk Birsfelden chauffiert werden.

Bei den Kraftwerken angekommen, können sich die Teilnehmer bei einer äusserst interessanten Führung durch das jeweilige Kraftwerk über die Gewinnung von Energie mit Wasserkraft informie­ren. Nach der Besichtigung und einem Apéro begeben sich die Teilnehmer zum Steg, wo das MS Lällekönig angelegt hat. Die Schifffahrt startet direkt beim Kraftwerk in Augst und führt durch die die Schleusen von Augst und Birsfelden, wo die beiden anderen Gruppen nach längerer Wartezeit zusteigen können. Nachdem alle Gäste an Bord sind wird ein Willkommensdrink offeriert und die Fahrt Richtung Kembs kann aufgenommen werden.

Auf dem Schiff werden die geladenen Gäste mit einem 3 Gänge Menü verwöhnt. Als Vorspeise wird ein Jakobsmu­schel-Carpaccio an Zitruskruste mit Rüeblimousse und Salat­bouquet serviert. Als Hauptgang steht Rindsentrecôte an Steinpilzsauce mit Kartoffelgratin und Kürbisgemüse auf der Speisekarte und zum Dessert geniessen wir eine flambierte Banane mit Rum, Vanilleglacé und Ananasscheiben.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt das Duo Zweierlei, bestehend aus Florian Gass aus Rei­goldswil am Schwyzerörgeli und Fabian Sperisen aus Waldenburg am Kontrabass.

Während dem Dessert gibt der Präsident Christian Wagner einen Rückblick in das Gründungjahr 1903 und erwähnt verschiedene Gegebenheiten aus dem 1. Geschäftsbericht der Elektra Rei­goldswil. Er orientiert auch über die Veränderungen, welche mit der Liberalisierung auch vor der Elektra Reigoldswil nicht Halt gemacht haben und äussert einige Gedanken über die Versorgung mit Energie in der Zukunft, welche an uns allen nicht spurlos vorbeigehen wird.

Um 21 Uhr dockt das MS Lällekönig in Birsfelden an, wo die Oldtimerpostautos mit den Chauffeu­ren auf uns warteten, um uns wieder nach Reigoldswil zu bringen.

Der Verwaltungsrat der Elektra Reigoldswil möchte sich an dieser Stelle ganz herzlich für das zahl­reiche Erscheinen und das gemütliche Beisammensein bedanken und hofft, dass auch die anwe­senden Genossenschafterinnen und Genossenschafter einen unvergesslichen Nachmittag / Abend erleben durften.

Fotos zu diesem Ausflug finden Sie hier

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